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Workshops für Berlin 2026

Gerücht und Gewalt

Antisemitismus in künstlerischen Kontexten: Einführungsworkshop und Aufbaumodul

Gerücht und Gewalt I – Einführung in Antisemitismus in künstlerischen Kontexten

Kunst und Kultur sind einflussreiche Wissensspeicher, in denen sich antisemitische Erzählungen, Bildwelten und Weltanschauungen fortsetzen, wandeln und anpassen. Antisemitismus in diesen kulturell weitergegebenen Kontexten wird jedoch oft übersehen oder bleibt unerkannt. Für ein künstlerisches Arbeiten, das sich antisemitismuskritische Perspektiven zum Ziel setzt, ist es jedoch notwendig zu erkennen, wie Antisemitismus in den jeweiligen Künsten konkret wirksam wird und wie dessen Spielarten samt seinen narrativen Strukturen und bildlichen Manifestationen zu entschlüsseln und zu deuten sind.

Dies ist Grundvoraussetzung, um den teilweise vehementen Konflikten über Antisemitismus in der kulturellen Sphäre professionell begegnen zu können.

Der Einführungsworkshop richtet sich an Kunst- und Kulturschaffende aller Sparten sowie an Beschäftigte von Kulturinstitutionen. Er möchte dazu ermutigen, sich mit den tradierten Erscheinungsformen von Antisemitismus im Kulturkontext auseinanderzusetzen und Sensibilitäten für den Umgang mit ihnen zu entwickeln. Der Workshop kombiniert theoretische Inputs mit Beispielen für literarischen, visuellen und/oder theatralen Antisemitismus. Anhand von Fallbeispielen werden Handlungsoptionen aufgezeigt.

Workshoptermine:

BERLIN

19.03.2026 | 9:30-16:30 Uhr Anmeldung unter: https://zfrmz.eu/SOmNO8LVIdE8HaQsa4He

11.06.2026 | 9:30-16:30 Uhr Anmeldung unter: https://zfrmz.eu/f13poIFOcrvSk7nELtDr

Gerücht und Gewalt II – Israelbezogener Antisemitismus in künstlerischen Kontexten

Israelbezogener Antisemitismus tritt in kulturellen und gesellschaftlichen Kontexten, besonders nach dem Massaker der terroristischen Vereinigung Hamas an der israelischen Zivilbevölkerung am 7. Oktober 2023, als die häufigste antisemitische Erscheinungsform der Gegenwart auf. Gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass es sich bei dieser Spielart von Antisemitismus um eine schwer einzuordnende Variante von Antisemitismus handelt.

Der Workshop hingegen knüpft an die Erkenntnisse aus der Einführungsveranstaltung an und macht deutlich, auch israelbezogener Antisemitismus bezieht seine Rhetorik, Bildsprache und Narrative aus dem Wissensspeicher jahrhundertealter antisemitischer Imaginationen. Das Aufbaumodul befähigt die Teilnehmenden, klassische Motive des Antisemitismus in Bezug auf Israel zu identifizieren und zu deuten. Fallbeispiele aus Institutionen und aus den Künsten zeigen auf, wie israelbezogener Antisemitismus in verschiedenen kulturellen Kontexten wirksam wird und sich in Gewalt gegen Jüdinnen:Juden übersetzt.

Dieses Aufbaumodul kann nur belegt werden, wenn vorher der Einführungskurs I besucht wurde. 

Workshoptermine:

BERLIN 20.03.2026 | 9:30-14:30 Uhr Anmeldung unter: https://zfrmz.eu/j2nIF2rOhQmxdqfdzKd5

12.06.2026 | 9:30-14:30 Uhr Anmeldung unter: https://zfrmz.eu/ncMmEeIwBEaQsaTdo2QI

Die Workshops sind eine Maßnahme des Instituts für Neue Soziale Plastik im Rahmen des »Open Arts Hub Berlin – Strategien gegen Antisemitismus in Kunst und Kultur«, gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt Berlin.

Der genaue Veranstaltungsort wird nach bestätigter Anmeldung bekanntgegeben.

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